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EU-Projekt

Der Klauenpfleger René Pijl aus Fischershäuser beteiligt sich aktiv an einem Projekt der Europäischen Union. Es geht um die Gesundheit von Kühen. Pijl‘s Aufgabe: Wie lahm sind unsere Kühe oder nicht? Unser Bild entstand auf dem Betrieb von Jörn Wedermann, wo der Klauenpfleger Daten für diese wissenschaftliche Untersuchung sammelt


WANGERLAND/M - ,,Tut die Klaue weh, gibt die Kuh weniger Milch.“ Für den Milchbauern Jörn Wedermann hat sich die zehnjährige Zusammenarbeit mit René Pijl ausgezahlt. Pijl kommt regelmäßig auf dem Bauemhof vorbei, um der jetzt 70-köpfigen Milchviehherde auf die Klauen zu schauen. Wedermann hat dem Fachmann Pijl die Arbeit übertragen. Aber der Klauenpfleger René Pijl ist neuerdings auch im Auftrag der Europäischen Union unterwegs. Der Meister mit dem Hufmesser hat 20 seiner Betriebe von 35 bis zu 350 Tieren ausgesucht, vom Anbindestall bis zum Laufstall mit Weideaustrieb oder Jahresstallhaltung. Pijl gibt seine gesammelten Daten nach England, wo die Rechenzentrale dieses internationalen Projektes sitzt. Gemeinsam mit Experten aus England, Deutschland, Österreich, Schweden und Polen wird das Projekt über vier Jahre verfolgt: Wie lahm sind unsere Kühe oder nicht? Die sieben Veterinäre und Pijl als Klauenpfleger wollen nicht nur den Ist-Zustand zusammenfassen, sondern die Ursachen für Erkrankungen der Kühe aufzeigen. ,,Die Kuh ist ursprünglich ein Steppentier, das draußen auf der Weide bleibt und Gras frisst“, sagt Pijl, und der Grasanteil im Futter sei heutzutage nicht mehr allzu hoch. Hochleistung habe ihren Preis, ergänzt der Kuhfachmann. Positiv bewertet der Klauenexperte, dass die EU nicht sofort ein Gesetz erlässt, sondern sich informiert. Ziel dieses Projektes sei es, möglichst gesunde Kühe in Europa grasen zu lassen.


In den kommenden vier Jahren arbeiten die Kuhfachleute zusammen. Nicht alles lasse sich per E-Mail oder Telefon klären, deshalb treffen sich die beteiligten Fachleute regelmäßig. Die letzte Zusammenkunft war am 17. und 18. Mai in Jever.


In Arbeitsgruppen tagen die Fachleute, lediglich am Sonntagnachmittag gab es eine Stadtführung. Und René Pijl ergreift auch Position: Wo art- und tiergerecht gefüttert wird, wo sich die Kühe sauwohl fühlen, dort müsse der Extra-Aufwand der Landwirte auch bezahlt werden. Mit Blick auf den heutigen Auszahlungspreis bei der Milch, der um die 24 Cent liegt und so gerade die Herstellungskosten abdeckt, hat die EU noch viel Arbeit mit ihrem ,,Quotensalat“.


René Pijl . Klauenpfleger Meister . Fischershäuser 1 . 26441 Jever . E-Mail: r.pijl@t-online.de . Telefon: 04461-6863 . Fax: 04461-6988

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